Jede Unternehmerin, jeder Unternehmer kennt dieses Gefühl: Die Buchhaltung läuft, Rechnungen gehen raus, am Monatsende steht ein Abschluss. Und trotzdem sitzt man abends da und weiß nicht wirklich, wo man steht. Liquidität, Ergebnisse, Kostenentwicklung, alles bleibt irgendwie unscharf. Dieses Gefühl kennt Julia Manow aus unzähligen mittelständischen Unternehmen, quer durch alle Branchen.
Und es bleibt selten folgenlos. Spätestens wenn die Liquidität eng wird, wenn die Bank oder Gesellschafter:innen plötzlich belastbare Zahlen sehen wollen, oder wenn ein großer Wachstumsschritt ansteht und niemand sagen kann, ob er sich wirklich trägt, wird aus einem ungutem Bauchgefühl ein echtes Problem.

Interim Finanzmanagement: bauen, und wieder loslassen
Mit MANÖWER Finanzsteuerung geht Julia Manow als Interim Managerin in solche Unternehmen hinein. Sie baut funktionierende Finanzstrukturen auf, von der Buchhaltung bis zum Controlling. Und dann übergibt sie sie wieder, an das Team, das dort bleibt.
Ihr Prinzip dahinter ist ungewöhnlich ehrlich: bauen und loslassen. Sie schafft bewusst keine Abhängigkeit von sich selbst, sondern macht sich am Ende überflüssig, weil das Unternehmen dann wieder allein steuern kann. Ihre Mandate im Interim Finanzmanagement sind deshalb zeitlich befristet, vom kompakten Finance Check über den Aufbau ganzer Finanzstrukturen bis zur Fractional Finanzleitung, bei der sie anteilig Verantwortung übernimmt.
Ein Jahr, das vor allem Fundament war
Julia Manow ist mit MANÖWER 2025 gestartet. Die erste Zeit war vor allem eins: Aufbauarbeit. Positionierung finden, einen Markenauftritt schaffen, der zu ihr passt. Parallel dazu schreibt sie als Fachautorin für den Haufe Verlag, unter anderem für Bilanz + Buchhaltung und das Controller Magazin, hält Workshops und Keynotes. Für sie ist das kein Nebenprojekt, sondern gehört zum Kern ihrer Haltung: Wissen weitergeben, statt es für sich zu behalten.
Dieses Jahr kommt noch ein persönlicher Meilenstein dazu, der Abschluss ihres MBAI, dem Master Business with AI.
Die eigentliche Herausforderung: gesehen werden, wenn es zählt
Was aktuell am meisten abverlangt wird, kennt vermutlich jede Person, die solo im B2B gründet: Sichtbarkeit in echte Aufträge übersetzen. Interim Management für den Finanzbereich kauft niemand spontan. Es wird erst interessant, wenn der Schmerz schon da ist.
Deshalb arbeitet Julia Manow gezielt daran, diesen Moment auf LinkedIn zu treffen, die Situationen so sichtbar zu machen, dass eine Geschäftsführung beim Lesen denkt: Das kenne ich. Dafür brauche ich Julia Manow.
Founders Note
Ein persönlicher Einblick in die aktuelle Lage von MANÖWER Finanzsteuerung:
„Das Fundament von MANÖWER steht: Positionierung, Angebot, Auftritt. Jetzt arbeite ich daran, sichtbar zu werden bei den Unternehmen, die Finanzsteuerung auf Zeit genau jetzt brauchen. Gegründet habe ich, um Kinder und Karriere zu vereinen: Mandate mit klarem Anfang und Ende statt Strukturen, die Präsenz mit Leistung verwechseln.“

Für wen sich Finanzsteuerung auf Zeit lohnt
Ihre Zielgruppe sind mittelständische Unternehmen, deren Finanzbereich zwar läuft, der Geschäftsführung aber keine belastbaren Zahlen für Entscheidungen liefert, typischerweise in Wachstums-, Umbruch- oder Vakanzsituationen. Angesprochen fühlen sich Geschäftsführer:innen und Gesellschafter:innen, die spüren, dass sie ihr Unternehmen im Blindflug steuern, aber weder eine teure Dauerberatung noch sofort eine Festanstellung wollen.
Besonders tief kennt Julia Manow die Branchen Bau, Immobilien- und Projektentwicklung sowie Sozialwirtschaft. Das eigentliche Problem selbst betrifft aber jede Branche gleichermaßen.
Ein Blick auf die Gründungsszene in Mecklenburg-Vorpommern
Frage 1: Was läuft aus deiner Sicht besonders gut in der Gründungsszene in MV?
Vernetzung und Austausch, wenn man gründen will
Frage 2: Was wünschst du dir für die Zukunft?
Mehr Unterstützung, wenn man schon gegründet hat: Sales, LinkedIn Hacks, etc.
Frage 3: Wie hast du in die Gründungswerft gefunden?
LinkedIn



Ihre Vision für Mecklenburg-Vorpommern
Julia Manow wünscht sich, dass Mecklenburg-Vorpommern Gründung breiter begreift als das klassische Startup-Bild. Neben den Tech-Gründungen aus Rostock und Greifswald gibt es aus ihrer Sicht eine zweite, stillere Gründungsbewegung: erfahrene Fachkräfte, die ihr Wissen in eigene, schlanke Geschäftsmodelle überführen. Ohne Investor:innengeld, ohne Skalierungsdruck, aber mit sofortiger Wertschöpfung für die Unternehmen der Region.
Diese Gründungen tauchen in keiner Pitch-Night auf, halten aber Know-how im Land, das sonst abwandern würde. Ihre Vision: eine Gründungsszene, die beides sichtbar macht und vernetzt, die Startups mit ihren großen Ideen und die Expertengründungen mit ihrer leisen Wirkung. Denn gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern entscheidet nicht die eine große Erfolgsgeschichte, sondern die Summe vieler tragfähiger Selbstständigkeiten darüber, ob Wirtschaft in der Fläche überhaupt funktioniert.
Erst mit etwas Abstand wird sichtbar, wie viel stille Aufbauarbeit hinter einer soliden Zahl steckt.









