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Auf dem Weg zur drittgrößten Gründungsszene in Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern

Große Städte haben gleich mehrere Standortvorteile, die aufgrund der Ballung und Konzentration entstehen. Doch können rurale Regionen aufholen? Wie sähe das aus?

Würden ländliche Regionen ähnliche Strukturen entwickeln, wie große Städte, würde sich ein anderes Ranking ergeben. Voraussetzung wäre, dass Infrastruktur und Community überall gleichermaßen erreichbar wären.

1. Berlin: 3,4 Millionen Einwohner
2. Hamburg: 1,8 Millionen Einwohner
3. München: 1,5 Millionen Einwohner

Warum sind die Ballungszentren in Deutschland eigentlich so weit vorne, wenn es um StartUps und ums Gründen geht?

In Ballungszentren konzentrieren sich viele Komponenten, die eine erfolgreiche Gründungsszene ausmachen. Auf der einen Seite sind da die vielen Talente (dazu zählen neben Gründern auch Künstler, Handwerker, Forscher, Studierende und viele weitere), Begegnungsorte, Unternehmen aber auch eine wachsende Infrastruktur aus Unterstützern, Hubs, Coworking-Spaces und so weiter.

Gerade in Berlin und Hamburg ergibt sich daraus ein Sammelsurium an kreativen StartUp-Orten, die aufgrund der räumlichen Nähe einen (manchmal fast schon chaotischen) Organismus schaffen, der viele Menschen in Gründung bringt und Skalierungsopportunitäten schafft. Und so bildet die konzentrierte Einwohnerzahl häufig eine perfekte Grundlage, dass viele inspirierende Köpfe an den Ideen von Morgen arbeiten.

Fulminante Szene: Gründer:innen aus dem ganzen Bundesland finden auf unseren Veranstaltungen zusammen (Foto: Jessica Brach, Nerdvibe)

Zeit für die ländliche Region

Die Gründungswerft als eine der größten norddeutschen Gründungsinitiativen zeigt: Es ist absolut möglich, ein ganzes Bundesland mit einer enormen Vielfalt in eine Community zu integrieren, die nicht nur hanseatischen Werten folgt, sondern eben eine breit getragene Zielstrebigkeit ermöglicht. Vielleicht hat das ja noch mehr Potenzial?

Natürlich bedarf es dazu auch Leuchttürme, wie unsere Universitäts- und Hochschulstandorte – ohne Frage. Aber diese Ballungszentren sind nicht alleine unsere Stärke. Es ist die Gesamtintegration und die Zusammenarbeit zwischen Städten und Land. Organisch. Community-Driven.

Es ist der Ansatz, dass wir eine Infrastruktur und Community für die ganze Region denken. Mit den großen Vorteilen, die sich aus der Verfügbarkeit von viel Fläche und Land ergeben.

Ländlich geprägt: Rapsfelder bei Greifswald

Wir müssen dann eben nicht einzelne Standorte (wie bspw. Rostock mit 210.000 Einwohnern) mit München vergleichen, sondern wir gehen mit der gesamten Power eines ganzen Bundeslandes in die Zusammenarbeit (bzw. gerne auch Wettbewerb). Vielleicht sogar einen Ticken strukturierter und gemeinschaftlicher, als es woanders der Fall ist.

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